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.NET

Microsofts Framework für Webservices und Komponentensoftware wurde im Jahr 2000 eingeführt und spricht sich „Dot-Net“. .NET ist Microsofts Herangehensweise an eine umfassende Entwicklungs- und Laufzeitumgebung ähnlich J2EE. .NET unterstützt alle webbasierten Funktionen und Features, darunter XML und Webservice-Protokolle wie SOAP und UDDI. .NET-Anwendungen laufen auf Intranets ebenso wie auf öffentlichen Internet-Sites, denn .NET ist eine weborientierte All-Inclusive Softwarearchitektur für die interne und externe Nutzung. Nachfolgende Versionen von Microsoft-Produkten (Browser, Anwendungen, Windows) wurden auf die ein oder andere Weise mit .NET-Unterstützung verbessert.

Aktivität

Prozesse lassen sich in kleinere Einheiten oder Teilprozesse aufschlüsseln. Wir definieren eine Aktivität als kleinstmöglichen Teilprozess, den ein Geschäftsprozessteam auf seinem Prozessdiagramm darstellt. (Wir könnten die Definition auch umkehren und sagen, ein Prozess bestünde aus einer oder mehreren Aktivitäten.) Aktivitäten können aus einem einzigen Schritt bestehen, beispielsweise der Freigabe einer Kaufanfrage oder dem Platzieren eines Deckels auf einer Flasche in der Produktionslinie. Andere Aktivitäten umfassen mehrere Schritte, zum Beispiel das Ausfüllen eines Formulars oder der Zusammenbau eines Stuhls. Hinsichtlich der Begriffe „Aufgabe“ und „Schritt“ gibt es keine einheitliche Verwendung, aber der Begriff „Aktivität“ ist immer mehr den kleinsten Analyseeinheiten vorbehalten. Eine Aktivität kann von einem oder mehreren Mitarbeitern, einem Softwaresystem oder einer Kombination aus beidem ausgeführt werden. In der UML-Schreibweise werden sowohl Prozesse als auch Aktivitäten durch Rechtecke mit abgerundeten Ecken dargestellt. (siehe Geschäftsprozesshierarchie.) Manchmal geben wir an, ob Aktivitäten manuell (normale Linie um das Rechteck), Systeme (dicke Linie um das Rechteck) oder gemischte Aktivitäten sind, die sowohl manuelle Arbeit als auch Systeme erfordern (gestrichelte Linie um das Rechteck).

Aktivitätskosten-Arbeitsblatt

Ein Raster oder eine Matrix, mit der sich die verschiedenen Kosten einer Aktivitätsmenge analysieren lassen. Die Aktivitäten befinden sich auf der y-Achse und für jede Aktivitäten werden Daten zu Leistungen, Kosten, Dauer und Problemen bereitgestellt.

Ad-hoc-Workflow-Systeme

Workflow-Systeme, die auf Anweisungen der Benutzer warten. Ein Versicherungssystem kann zum Beispiel Dokumente für einen Underwriter nur auf Anfrage aufrufen. Vergleich mit Workflow-Systemen für Administration, Transaktionen oder Produktion.

Administrations-Workflow-Systeme

Workflow-Systeme, die die Aktivitäten von Personen verfolgen und nach einem festen Regelwerk neue Aufgaben zuweisen. Vergleich mit Ad-hoc-, Transaktions- oder Produktions-Workflow-Systemen.

Anwendungsprogrammierschnittstelle (API)

Eine Anwendungsprogrammierschnittstelle (API) umfasst Definitionen zu den Kommunikationswegen einer Computersoftware mit einer anderen. Es handelt sich um eine Abstraktionsmethode – für gewöhnlich (aber nicht zwangsläufig) zwischen Software auf niedriger und Software auf höherer Ebene. APIs werden durch das Setzen von Funktionsaufrufen im Programm implementiert, die eine Verknüpfung zur benötigten Subroutine zwecks Ausführung erstellen. Somit impliziert eine API, dass ein Programmmodul im Computer verfügbar ist, um einen Vorgang auszuführen, bzw. dass das Modul zur Ausführung der Aufgaben in das vorhandene Programm eingebunden werden muss.

Asynchroner Prozess

Bei einem asynchronen Prozess sendet eine Aktivität eine Nachricht an eine andere, wartet jedoch nicht auf eine Antwort. Ein Anruf bei jemandem ist ein synchroner Prozess – er geht erst weiter, wenn die andere Person reden bzw. den Anruf annehmen möchte. Mit einer Nachricht auf dem Anrufbeantworter wird daraus ein asynchroner Prozess. Sie hinterlassen eine Nachricht und setzen Ihre Arbeit fort. Die andere Person meldet sich, sobald sie Ihre Nachricht erhalten hat.

Balanced Scorecard

Eine Bewegung, Methode und ein Verfahren zum Koordinieren von Maßnahmen mit den strategischen Unternehmenszielen für prozessspezifische Maßnahmen. Damit wird eine Reihe von Dingen gemessen, um sich eine Übersicht über die Geschehnisse zu verschaffen. Ein ergänzender Ansatz zu unseren Empfehlungen. Wird für gewöhnlich mit Robert Kaplan und David Norton in Verbindung gebracht.

Sammelverarbeitung

Bei Prozessen mit menschlicher oder Computerbeteiligung ein Schritt, bei dem viele Elemente gesammelt und dann zusammen verarbeitet werden. Das Gegenteil zur stetigen Verarbeitung, bei der Elemente schnellstmöglich verarbeitet werden.

Benchmarks

Kommen bei der Umgestaltung von Geschäftsprozessen zum Einsatz: Daten zu Prozessmaßnahmen für spezielle Prozesstypen. Viele Unternehmen suchen Benchmark-Daten zu Prozessen, die sie neu gestalten möchten. So erfahren sie, wie gut andere Unternehmen den Prozess handhaben.

BPM Software

BPM-Software übernimmt die Automatisierung, Ausführung und Überwachung von Geschäftsprozessen durchgängig, indem Menschen mit Menschen, Anwendungen mit Anwendungen und Menschen mit Anwendungen vernetzt werden.

BPM System

Laut Gartner, Inc. ist Geschäftsprozessmanagement „eine Management-Methode, welche die Governance der Prozessumgebung eines Unternehmens mit dem Ziel der gesteigerten Agilität und operativen Performance gewährleistet“. Diese ganzheitlichere Ansicht bietet eine strukturierte Herangehensweise an die Prozessoptimierung. Sie umfasst die bereits erwähnten Softwaretools und die unternehmensspezifischen Methoden, Richtlinien, Metriken und Managementverfahren.

Business Analytics

Gesammelte Informationen zu Geschäftsprozessen, mit denen Manager Prozesstrends analysieren, Leistungskennzahlen abrufen und auf Veränderungen im Unternehmen eingehen können.

Business Intelligence (BI)

Softwaresysteme und -Tools, die nützliche Muster oder Schlüsse aus großen Datenmengen gewinnen sollen.

Geschäftsprozess

Ganz allgemein gesprochen handelt es sich um alle Aktivitäten eines Unternehmens, die von einem Ereignis ausgelöst werden, Informationen, Materialien oder geschäftliche Verpflichtungen umwandeln und zu einem Ergebnis führen. Wertschöpfungsketten und groß angelegte Geschäftsprozesse führen zu Ergebnissen, die für die Kunden einen Wert darstellen. Andere Prozesse generieren Ergebnisse, die von weiteren Prozessen verarbeitet werden.

Geschäftsprozessautomatisierung

Beschreibt den Einsatz von Computersystemen und Software zur Automatisierung eines Prozesses. Prozesse können vollständig automatisiert werden, sodass keine menschliche Beteiligung erforderlich ist, oder teilautomatisiert, sodass menschliche Beteiligung für Entscheidungen und Ausnahmen benötigt wird. Zu den Verfahren der Geschäftsprozessautomatisierung gehören Workflows, BP-XML-Sprache, ERP, Softwareentwicklung und EAI.

Geschäftsprozessdesign oder -neugestaltung

Die Neugestaltung von Geschäftsprozessen konzentriert sich auf große Veränderungen an einem bestehenden Prozess oder die Entwicklung eines ganz neuen Prozesses. Je nach Prozessgröße kann das eine gewaltige Aufgabe sein, die eher selten durchgeführt wird. Nach Abschluss sollte darauf eine stetige Geschäftsprozessverbesserung folgen. Im Vergleich zu BPR laut Definition Anfang der 90er Jahre geht es beim Geschäftsprozessdesign mehr um Prozesse auf kleiner Ebene und bescheidene Verbesserungen. Die Neugestaltung setzt dagegen auf große Verbesserungen bei bestehenden Prozessen. Das Design konzentriert sich auf die Entwicklung völlig neuer Prozesse.

Business Process Execution Language für Webservices (BPEL, BPEL4WS)

Im ersten Entwurf dieses Begriffsverzeichnisses haben wir zwei verschiedene XML-Geschäftsprozesssprachen erklärt: WSFL von IBM und XLANG von Microsoft. Mit der Veröffentlichung des Begriffsverzeichnisses haben IBM, Microsoft und BEA angekündigt, WSFL und XLANG zu einer gemeinsamen XML-Geschäftsprozesssprache zu vereinen, die sowohl öffentliche Sprachen (Protokoll) als auch private Sprachen (Ausführung) unterstützt.

Geschäftsprozessverbesserung (BPI)

Bei der Geschäftsprozessverbesserung liegt der Fokus auf der Verbesserung bestehender Prozesse Stück für Stück. Es gibt viele Herangehensweisen dafür, unter anderem die aktuell beliebte Methode Six Sigma. BPI ist üblicherweise sehr eng definiert und wird oft wiederholt, solange ein Prozess aktiv ist.

Geschäftsprozessmanagement (Business Process Management, BPM)

Bezieht sich auf das Ausrichten von Prozessen an den strategischen Zielen eines Unternehmens, das Entwickeln und Entwerfen von Prozessarchitekturen, das Einrichten von an den Unternehmenszielen ausgerichteten Prozessmesssystemen sowie das Schulen und Organisieren der Manager im Sinne eines effizienten Prozessmanagements. Geschäftsprozessmanagement oder BPM kann sich zudem auf die verschiedenen Automatisierungsbemühungen (Workflowsysteme eingeschlossen), XML-Geschäftsprozesssprachen und ERP-Systempakete beziehen. In diesem Fall betont der Begriff Management die Fähigkeit der Workflow-Engines, den Prozessfluss zu steuern und Prozesse automatisch zu messen. Management kann sich hier zudem auf verschiedene Automatisierungsmaßnahmen beziehen, darunter Workflow-Systeme, XML-Geschäftsprozesssprachen und ERP-Systeme in Paketen. In diesem Fall betont der Begriff Management die Fähigkeit der Workflow-Engines, den Prozessfluss zu steuern und Prozesse automatisch zu messen. Management kann sich hier zudem auf verschiedene Automatisierungsmaßnahmen beziehen, darunter Workflow-Systeme, XML-Geschäftsprozesssprachen und ERP-Systeme in Paketen. In diesem Fall betont der Begriff Management die Fähigkeit der Workflow-Engines, den Prozessfluss zu steuern, Prozesse automatisch zu messen und Teams zu schaffen, die sich an den Unternehmenszielen orientieren. und die Manager im Sinne eines effizienten Prozessmanagements zu schulen und zu organisieren. Geschäftsprozessmanagement oder BPM kann sich zudem auf die verschiedenen Automatisierungsbemühungen (Workflowsysteme eingeschlossen), XML-Geschäftsprozesssprachen und ERP-Systempakete beziehen. In diesem Fall betont der Begriff Management die Fähigkeit der Workflow-Engines, den Prozessfluss zu steuern, Prozesse automatisch zu messen und Prozessabläufe über ein Computerterminal zu ändern.

Plattform für Geschäftsprozessmanagement (Business Process Management, BPM)

Als umfassender Ansatz für Geschäftsprozessmanagement bietet die Plattform alle Prozessmanagement-Funktionen einer BPM-Software sowie folgende Kapazitäten: Knowledge Management, Dokumentenmanagement, Tools zur Zusammenarbeit, Unternehmensanalyse und ein Arbeitsportal.

Lösung für Geschäftsprozessmanagement (Business Process Management, BPM)

Eine Lösung, die die die Automatisierung, Ausführung und Überwachung von Geschäftsprozessen durchgängig übernimmt, indem Menschen mit Menschen, Anwendungen mit Anwendungen und Menschen mit Anwendungen vernetzt werden.

Anbieter für Geschäftsprozessmanagement (Business Process Management, BPM)

Anbieter, die Software und Lösungen für Geschäftsprozessmanagement entwerfen, entwickeln und/oder vertreiben.

Geschäftsprozessmanagement-Initiative (BPMI)

Ein Konsortium aus Anbietern von Tools zur Geschäftsprozessmodellierung und Anwenderfirmen, die zusammen eine XML-basierte Geschäftsprozesssprache (BPML), eine Notation für die Sprache (BPMN) und eine Abfragesprache (BPQL) entwickeln. Die Idee dahinter ist, dass die Firmen ihre automatisierten Prozesse in BPML modellieren und anschließend die Prozesse überwachen und gegebenenfalls ändern können. BPML würde dabei hauptsächlich von denen genutzt, die Internet- oder Webservice-Systeme zur Zusammenarbeit aufbauen möchten.

Geschäftsprozessmanagement-Software (BPMS)

Eine Unternehmensanwendung, die einer Firma die Straffung von Prozessen und die Erschließung von Effizienzgewinnen durch die Modellierung, Ausführung und Analyse von Geschäftsprozessen ermöglicht.

Geschäftsprozessmodellierungs-Tool (BPM)

Ein Softwaretool, mit dessen Hilfe Manager oder Analysten Geschäftsprozessdiagramme erstellen können. Einfache Tools unterstützen lediglich das Erstellen von Diagrammen. Mit professionellen Tools zur Prozessmodellierung können einzelne Modellelemente in einer Datenbank gespeichert und in anderen Diagrammen wiederverwendet oder aktualisiert werden. Viele professionelle Tools unterstützen Simulationen oder die Generierung von Code.

Geschäftsprozess-Outsourcing

Viele Unternehmen lagern ihre Geschäftsprozesse zum Management und zur Ausführung an andere Firmen aus. Nur wenige Unternehmen lagern ihre Kerngeschäftsprozesse aus, von denen ihre Marktposition abhängt. Sie fürchten, dass der externe Dienstleister den Prozess nicht schnell genug verbessern kann, um auf Veränderungen am Markt zu reagieren. Einige Unternehmen bieten inzwischen das Outsourcing solcher Prozesse an und argumentieren mit ihrer Vorgehensweise, dank der die Inhaber gegebenenfalls Änderungen am Prozess könnten.

Geschäftsprozess-Reengineering (BPR)

Ein Begriff, den Hammer und Davenport Anfang der 90er Jahre geprägt haben. Wie ursprünglich in ihren Büchern definiert, geht es dabei insbesondere um einen klaren Neubeginn und das komplett neue Denken wichtiger Geschäftsprozesse sowie den Einsatz von Informationstechnologie, um bahnbrechende Performance-Verbesserungen zu erzielen. Der Begriff verlor Ende der 90er Jahre an Beliebtheit, und viele Geschäftsleute verbinden BPR mit Fehlschlägen. Diejenigen, die den Begriff noch benutzen, verstehen darunter inzwischen das, was wir mit Geschäftsprozess-Neugestaltung meinen.

Geschäftsregeln

Eine Beschreibung einer Unternehmensrichtlinie oder eines Entscheidungsverfahrens. Einige Programmiersprachen vereinen Geschäftsregeln zu äußerst komplexen Algorithmen. Bei der Geschäftsprozessanalyse wird für gewöhnlich jede Regel unabhängig formuliert, und zwar in folgendem Format: Falls A und B, dann C. Workflow-Tools und detaillierte Prozessdiagramme sind von Geschäftsregeln abhängig, welche die Entscheidungsfindung beschreiben. Allgemein verbinden wir Geschäftsregeln mit Aktivitäten. Eine Entscheidungs-„Raute“ zeigt, was passiert, wenn ein Kredit genehmigt oder abgelehnt wird, doch es braucht möglicherweise Dutzende, wenn nicht Hunderte Geschäftsregeln zur Definition der Bedingungen für die Genehmigung oder Ablehnung eines Kreditantrags. Schulungsprogramme, Arbeitshilfen, Softwaresysteme und Knowledge-Management-Systeme sollen Geschäftsregeln dokumentieren, um entweder den Entscheidungsvorgang zu automatisieren oder um anderen Entscheidungsträgern die Regeln zur Verfügung zu stellen.

Kollaboratives Geschäftsprozessmanagement

Geschäftsprozessmanagement, dass auf einer gemeinsamen Geschäftsprozesssprache basiert (für gewöhnlich ebXML). Es eignet sich besonders gut, um die Zusammenarbeit zwischen Partnern auf derselben Ebene zu beschreiben.

Collaborative Tools

Tools wie Diskussionsforen, dynamische Arbeitsbereiche und schwarze Bretter, die über die BPM-Plattform bereitgestellt werden und auf das Einebenen von Kommunikationshürden in und zwischen den Abteilungen ausgelegt sind.

Composite-Prozessanwendung

Eine Unternehmensanwendung, die mit Hilfe einer BPM-Plattform entwickelt und bereitgestellt wird, um ein bestimmtes Geschäftsproblem zu lösen, beispielsweise die Einhaltung gesetzlicher Standards oder die Verwaltung der Assets eines Unternehmens. Durch die Integration vorhandener Anwendungen, das Abrufen relevanter Daten und die Vernetzung der passenden Personen werden dadurch die Einschränkungen herkömmlicher Unternehmensanwendungen überwunden. Dieser Ansatz bietet mehr Flexibilität und Skalierbarkeit sowie bessere Zusammenarbeit und Integration.

Computergestützte Software-Entwicklung (CASE)

Softwaremethoden und -Tools, die auf die Erzeugung von Programmcode aus Modellen ausgelegt sind. Die Befürworter des CASE-Ansatzes möchten die Erzeugung von Software systematischer und vorhersehbarer gestalten. Softwareentwickler nutzen CASE-Tools oft zur Modellierung von Geschäftsprozessen.

Fortlaufende Prozessverbesserung

Eine Strategie, um stetig Wege zur Prozessverbesserung und für Produkt-Performance-Maßnahmen zu finden.

Kerngeschäftsprozess

Kernprozesse sind die Prozesse, die vom einzigartigen Wissen und den Fähigkeiten der Inhaber abhängig sind und zum Wettbewerbsvorteil des Inhabers beitragen. Das Gegenteil davon sind untergeordnete Geschäftsprozesse.

COULD-Prozess

Manchmal auch ein Can-Be-Prozess. Beschreibung von ein oder mehreren alternativen Neugestaltungen, die in Betracht gezogen werden.

Kundenressourcenmanagement (CRM)

Ein ambivalenter Begriff, der beliebig viele fertige oder maßgeschneiderte Anwendungen oder Tools bezeichnet, welche den Vertrieb, das Kunden-Tracking oder die Verwaltung von aus Kundeninteraktionen gewonnen Informationen erleichtern sollen.

Dashboard

Eine Benutzeroberfläche, die dem Armaturenbrett eines Autos nachempfunden ist. Dashboards enthalten kleine Diagramme und Messanzeigen, die Daten zu wichtigen Elementen in einem Unternehmen liefern.

Data Warehouse

Ein Satz der historischen transaktionsbezogenen und operativen Daten eines Unternehmens, der in einer Datenbank gespeichert ist. Data Warehousing ist nicht für aktuelle, also „Live-Daten“ gedacht. Stattdessen werden Daten aus den Produktionsdatenbanken in das Data Warehouse kopiert, sodass für diese Abfragen durchgeführt werden können, ohne die Leistung oder die Stabilität der Produktionssysteme zu beeinträchtigen.

Datenbank

Eine Sammlung von Datensätzen, die systematisch auf einem Computer gespeichert ist, sodass ein Computerprogramm namens Datenbank-Managementsystem (DBMS) zur Beantwortung von Fragen darauf zugreifen kann. DBMS können viele Formen von Daten verwalten, darunter Text, Bilder, Ton- und Videomaterial. Zum besseren Abrufen und Sortieren wird jeder Datensatz für gewöhnlich als Menge von Datenelementen organisiert. Die zur Beantwortung der Abfragen abgerufenen Elemente werden zu Informationen, welche die sonst schwierige oder unmögliche Entscheidungsfindung unterstützen können.

Entscheidungspunkt bzw. -raute

Eine Raute oder sechseckige Form, die in Prozessdiagrammen eingesetzt wird, um aufzuzeigen, wann eine Entscheidung zur Verzweigung des Informations-, Kontroll- oder Materialflusses führt. Aus technischer Sicht erfolgen alle Entscheidungen in Aktivitäten und die Pfeile zeigen nur den Fluss zwischen den Aktivitäten. Zur besseren Übersicht stellen wir Entscheidungen, die zu Verzweigungen führen, jedoch im Prozessdiagramm dar und kennzeichnen sie, um zu erklären, warum der Fluss zu einer bestimmten nachgelagerten Aktivität geht.

DMAIC (Definieren, Messen, Analysieren, Verbessern, Kontrollieren für engl. Define, Measure, Analyze, Improve, Control)

Eine Abkürzung, die von Six Sigma Anwendern genutzt wird, um sich an die Schritte bei einem Six Sigma Verbesserungsprojekt zu erinnern.

Dokumentverwaltung

Ein System zum Speichern und Absichern elektronischer Dokumente, Bilder und anderer Dateien in einem Unternehmen. Der Begriff impliziert die Verwaltung von Dokumenten nach deren Einscannen in den Computer. Heute umfasst der Begriff jedoch die Erfassung von Dokumenten, Workflows, die Textextraktion und Multimedia-Verarbeitung.

ebXML (electronic business XML)

Ein Konsortium aus zwei weiteren Organisationen: einem Kommitee der UN (UN/CEFACT) und OASIS, einem Internet-Konsortium. ebXML hat die Aufgabe, eine XML-Architektur zu erarbeiten, welche alle Services standardisiert, die Unternehmen zum Aufbau von Webservices brauchen. Ein Unterkommitee von ebXML konzentriert sich auf Geschäftsprozesskommunikation und hat BPSS vorgeschlagen.

Electronic Data Interchange (EDI)

Ein System aus Zeiten vor dem Internet zum Datenaustausch zwischen Unternehmen. EDI erforderte von den Unternehmen eine Standardisierung der Begriffe und große Invesitionen in Computertechnik sowie die Pflege der EDI-Software. Obwohl einige Unternehmen noch immer EDI-Systeme benutzen und nur langsam umstellen, wird EDI durch günstigere Internetsysteme und Protokolle wie XML ersetzt.

Unternehmensanwendung

Im Rahmen der Software-Entwicklung ist ein Unternehmenssystem eine wichtige Softwareanwendung, die für die Nutzung oder den Zugriff durch viele verschiedene Abteilungen ausgelegt ist und üblicherweise konzernweit gewartet wird. Die Lohnabrechnung ist ein gutes Beispiel für ein Unternehmenssystem.

Unternehmensanwendungsintegration (EAI, für engl. Enterprise Application Integration)

Da Unternehmen ihre vorhandenen Softwareanwendungen immer stärker miteinander und mit Portalen verknüpfen möchten, wird die Kapazität zum Datenaustausch für die Anwendungen immer wichtiger. EAI steht auf der Prioritätenliste vieler CIOs weit oben. Es gibt verschiedene EAI-Ansätze. Einige basieren auf der Verknüpfung bestimmter Anwendungen mit speziell geschriebenem Code, die meisten jedoch auf generischen Lösungen, die Middleware genannt werden. XML ist in Kombination mit SOAP und UDDI eine Art Middleware.

ERP-basiertes Design

Wenn ein Unternehmen sich für den Einsatz einer ERP-Anwendung entscheidet, holt es sich eine Anwendung, die bereits gewisse Eingaben und Ausgaben voraussetzt. Um eine solche Anwendung in einen bestehenden Geschäftsprozess zu integrierten muss das Unternehmen zuerst feststellen, wo die Anwendung hineinpasst, was sie ersetzt und den vorhandenen Prozess so umgestalten, dass er eine Schnittstelle zur neuen ERP-Anwendung hat. Das ist praktisch die umgekehrte Vorgehensweise zur Prozessneugestaltung, bei der ein Unternehmen einer IT-Abteilung den Auftrag gibt, eine Anwendung zu entwickeln, die Eingaben vom Prozess verwertet und daraus spezifische Ausgaben erstellt.

Verarbeitung von Ausnahmen

Die Anpassung und Reparatur von Transaktionen, die nicht abgeschlossen werden konnten. Ohne Automatisierung ist die Verarbeitung von Ausnahmen für Unternehmen eine der teuersten und zeitraubendsten Maßnahmen überhaupt.

Muster für Lücken und Trennungen

Ein Prozessneugestaltungsmuster, das sich auf die Prüfung der Übergaben zwischen den Abteilungen und Funktionsgruppen konzentriert, um reibungslose und effektive Abläufe zwischen den Abteilungen zu gewährleisten.

IS-Prozessdiagramm

Auch als AS-IS-Prozessdiagramm bezeichnet. Eine Beschreibung oder ein Diagramm eines bestehenden Prozesses, bevor Änderungen gemacht werden.

ISO 9000 (International Standards Organization)

Eine internationale Norm zur Prozessdokumentation für Unternehmen. Praktisch eine Anfangsmaßnahme, um Unternehmen zu ermutigen, ausformulierte Prozessarchitekturen zu pflegen. Oft verkommt das in der Praxis zu einer Dokumentationserstellung, um die Anforderungen für eine Angebotsabgabe zu erfüllen.

J2EE (Java 2 Platform, Enterprise Edition)

Eine Software-Programmierplattform von Sun zur Entwicklung und Ausführung dezentraler Unternehmensanwendungen, die größtenteils auf modularen Komponenten basiert, welche auf einem Anwendungsserver laufen. J2EE umfasst eine Spezifikation, Referenzimplementierung und eine Reihe von Testplattformen. J2EE wird informell auch als Sprache oder Standard betrachtet, da die Anbieter bestimmte Konformitätsanforderungen einhalten müssen, um ihre Produkte als J2EE-konform zu bezeichnen.

Verzweigung, Verzweigungsbarriere

Eine Möglichkeit, um im Prozessdiagramm zu zeigen, dass ein Fluss (Ausgabe) aufgeteilt und an mehrere Aktivitäten gesendet wird, oder um zu zeigen, dass mehrere Flüsse abgeschlossen werden müssen, bevor die Aktivität hinter der Barriere ausgeführt werden kann.

KANO-Analyse

Eine Methode zur Definition der Kundenzufriedenheit, die Ausgaben, Service- oder Produkteigenschaften von Ausgaben in (1) Grundanforderungen (das vom Kunden erwartete Minimum), (2) Befriedigungen (weitere Ausgaben, die Kunden glücklich machen) und (3) Vergnügen unterteilt (Ausgaben oder Eigenschaften, die die Kunden nicht erwartet haben und die sie wirklich begeistern). Wird mit Noriaki Kano in Verbindung gebracht, einem japanischen Experten für Qualitätskontrolle.

Leistungskennzahlen (KPIs)

Individuelle Leistungsmetriken und Benchmarks, die für den finanziellen und operativen Erfolg des Unternehmens sorgen.

Knowledge Management (KM)

BPM-Komponente, mit der Benutzer Aufgaben, Inhalte, Dokumente und Benachrichtigungen über sogenannte Knowledge-Communitys austauschen können.

Lean-Fertigung

Eine Methode zur Gestaltung und Verwaltung von Produktionsprozessen, die auf minimaler Bestandshaltung und Just-in-Time-Auslieferung basiert, um die Effizienz von Fertigungsprozessen zu verbessern.

Maßnahmenhierarchie

Eine Hierarchiestruktur, die Unternehmensmaßnahmen von oben bzw. von links darstellt und in spezifischere Maßnahmen für Wertschöpfungsketten, Prozesse, Teilprozesse und Aktivitätsziele aufschlüsselt. Für jedes Ziel gibt es Maßnahmen – spezielle Tests, ob das Ziel erreicht wurde. Somit gibt es auch eine Maßnahmenhierarchie, welche die Zielhierarchie widerspiegelt.

Middleware

Software, die den Datenaustausch zwischen zwei Modulen oder Anwendungen ermöglicht. Siehe auch Unternehmensanwendungsintegration (EAI; engl. für Enterprise Application Integration).

Modell

Eine formelle Anordnung von Beziehungen, die zum Testen von Annahmen verändert werden kann. Eine Simulation, welche die Anzahl verarbeitungsfähiger Einheiten pro Stunde unter bestimmten Bedingungen testet, ist ein Beispiel für ein Modell. Modelle müssen nicht grafisch sein.

Modellorientierte Architektur (MDA)

Ein neuer Ansatz für die Anwendungsentwicklung, der von der Object Management Group befürwortet wird. Die Idee dahinter ist, dass Unternehmen abstrakte Klassenmodelle ihrer Anwendungen erstellen und diese Modelle dann nutzen sollen, um spezifische Modelle und Softwarecode zu erzeugen. Der MDA-Ansatz basiert darauf, dass dasselbe abstrakte Modelle genutzt werden kann, um verschiedene Arten von Programmcode zu erzeugen. So müsste ein Unternehmen keine neuen Anwendungen erstellen, wenn neue Technologien auf den Markt kommen, sondern könnte einfach eine übergeordnete Architektur und über viele Jahre wiederverwendbare Komponenten einsetzen. Diese Methode befindet sich aktuell in einer frühen Entwicklungsphase, hat aber schon für eine Menge Aufmerksamkeit gesorgt. Vergleich mit computergestützter Software-Entwicklung (CASE).

Modellierung

Im weitesten Sinne handelt es sich bei der Modellierung schlicht um die Erstellung einer vereinfachten Darstellung von etwas anderem. Ein Modell kann ein Bild, ein Diagramm oder eine mathematische Formel sein. Im Sinne der Geschäftsprozessmodellierung bezeichnet der Begriff eine Diagrammdarstellung der Arbeitsausführung. Streng genommen muss ein Modell formelle Beziehungen und Annahmen angeben, die getestet werden können.

Knoten

Innerhalb einer Prozessmodellierung sind Knoten Aufgaben oder Funktionspakete, die bei Verbindung einen ganzen Prozess umfassen. Knoten können entweder beaufsichtigt (die Aufgabe wird einer Person zugewiesen) oder unbeaufsichtigt (die Aufgabe wird einem Computersystem zugewiesen) sein.

Objektorientiert

Eine Methode zur Strukturierung von Softwareanwendungen. Statt eine Anwendung als Prozess mit Schritten zu sehen, nehmen wir sie als eine Reihe von Objekten wahr, die Nachrichten austauschen. Inzwischen der vorherrschende Ansatz für die Software-Entwicklung. Java und Visual Basic sind objektorientierte Software-Entwicklungssprachen.

PACKAGED APPLICATIONS

Allgemein jede vorverpackte Softwareanwendung. Normalerweise werden damit Anbieter bezeichnet, die ERP- oder CRM-Anwendungsplattformen vertreiben, welche zur Integration aller wesentlichen Softwareanwendungen eines Unternehmens dienen. Durch die Installation einiger verpackter Anwendungen kann ein Unternehmen sicherstellen, dass wichtige Geschäftsprozessanwendungen in der Finanz-, Buchhaltungs-, Personal- und Fertigungsabteilung reibungslos miteinander kommunizieren und Daten in einer gemeinsamen Datenbank speichern.

Parallelprozess

Ein Prozess, in dem mindestens zwei Aktivitätsabfolgen gleichzeitig erfolgen. Wenn ein Dokument in Papierform von einer Person an eine andere übergeben wird, ist der Prozess natürlich eine Einzelabfolge. Ein elektronisches Dokument in einem Workflow-System kann dagegen an mehrere Personen gleichzeitig gesendet werden.

Portal

Eine Website, die den Benutzern das Aufrufen weiterer Webseiten oder Websites ermöglicht. Generell ist ein Portal vergleichbar mit einem Bahnhof. Sie gehen dorthin, um herauszufinden, wo Sie außerdem hingehen können, und bewegen sich dann dorthin. Die meisten Unternehmen unterhalten ein Portal für ihre Mitarbeiter, wo diese Informationen abrufen und Zugang zu Unternehmensdiensten erhalten, sowie ein öffentliches Portal für Kunden, die dort Informationen und die Möglichkeit erhalten, Produkte oder Dienstleistungen vom Unternehmen zu erwerben.

Prozess

Zusammengehörige Aktivitäten bzw. Transaktionen, die ein Unternehmen regelmäßig durchführt, um seine Ziele zu erreichen. Dabei kann es sich um einen einfachen Prozess (z. B. Auftragsabwicklung) oder einen komplexen Prozess (z. B. Entwicklung neuer Produkte), kurzfristige Prozesse (z. B. Onboarding von Mitarbeitern), fortlaufende Prozesse (z. B. Compliance), funktionsspezifische Prozesse (z. B. Angebotserstellung) oder branchenspezifische Prozesse (z. B. Stromeinkauf) handeln. Prozesse können sich auf eine einzelne Abteilung (z. B. Abrechnung) beschränken oder über das gesamte Unternehmen (z. B. strategische Beschaffung) oder entlang der gesamten Wertschöpfungskette (z. B. Supply-Chain-Management) ausdehnen.

Process Analytics

Daten zu allen einzelnen Aufgaben bzw. Ereignissen in einem Geschäftsprozess. Diese Informationen können genutzt werden, um Engpässe zu beheben, Ausnahmen zu bearbeiten und Geschäftsprozesse zu optimieren.

Prozessarchitektur

Auch Geschäftsprozessarchitektur genannt. Eine Prozessarchitektur ist eine Übersicht der Wertschöpfungsketten und Geschäftsprozesse, die von einem Unternehmen unterstützt werden, in Schrift- oder Diagrammform. Eine gute Prozessarchitektur zeigt, wie Wertschöpfungsketten und Geschäftsprozesse zueinander und zu den strategischen Zielen des Unternehmens in Beziehung stehen. Einige Unternehmen bezeichnen mit dem Begriff Prozessarchitektur das Prozessdiagramm für einen einzelnen Prozess. Wir nennen das ein Prozessmodell oder Prozessdiagramm. Oft setzen wir der Prozessarchitektur die Wörter „Geschäfts-“ oder „Unternehmens-“ voran, um klarzustellen, dass es sich um eine übergeordnete Architektur aller Prozesse im Unternehmen handelt.

Process Designer

Eine BPM-Komponente, die einem geschulten Benutzer die Analyse und Modellierung eines Prozesses Schritt für Schritt ermöglicht. Außerdem können so Logiken zugeordnet werden.

Prozessdiagramm

Ein Diagramm, dass den Informations-, Kontroll- oder Materialfluss von einer Aktivität zu einer anderen zeigt. Das Diagramm zeigt Abteilungen, Funktionen oder Personen auf der y-Achse und stellt mit Verantwortungsbereichen („Swimlanes“) dar, welche Teilprozesse oder Aktivitäten von welcher Abteilung, Funktion oder Person verwaltet werden. Der Kunde des Prozesses ist immer in der obersten Swimlane zu sehen. Externe Prozesse werden unter dem Hauptprozess aufgeführt. Die x-Achse stellt für gewöhnlich den Zeitablauf von links nach rechts dar, informelle Prozessdiagramme ermöglichen jedoch manchmal Schleifen, welche keinem strengen Zeitablauf entsprechen. Rechtecke mit abgerundeten Ecken stellen Teilprozesse oder Aktivitäten dar. Pfeile zeigen verschiedene Flüsse zwischen den Rechtecken. Einige Entwickler teilen Prozessdiagramme in IS-Prozessdiagramme, die den Prozess in der aktuellen Ausführungsform zeigen, COULD-Prozessdiagramme, die eine mögliche Veränderung des Prozesses zeigen, und SHOULD-Prozessdiagramme auf, die zeigen, wie ein Team für die Prozessneugestaltung die Veränderung eines Prozesses empfiehlt.

Prozess-Engine

Eine BPM-Komponente, die den tatsächlichen Fluss eines modellierten Prozesses ausführt und manuelle Aktivitäten Personen und automatisierte Aktivitäten Anwendungen zuweist, während sich der Prozess entwickelt.

Prozessinstanz

Ein Prozessdiagramm beschreibt eine generische Ereignisabfolge. Eine Instanz beschreibt einen wirklichen Prozess, der Daten, echte Maßnahmen und spezifische Entscheidungen umfasst. Workflow-Systeme und Simulationssysteme verfolgen die Daten ab der Ausführung spezifischer Prozessinstanzen, um festzustellen, wie lange der Prozess tatsächlich dauert, wer eine bestimmte Instanz verarbeitet hat oder wie viel das gekostet hat. Im Fall von Simulationssystemen muss jemand Informationen zu einer Reihe echter Instanzen liefern.

Prozessmanagement

Die meisten Manager oder Supervisor sind für spezifische Prozesse oder Aktivitäten verantwortlich. In ihre Zuständigkeit fällt die Organisation des Prozesses oder der Aktivität und die Sicherung der für die Ausführung erforderlichen Ressourcen. Zudem sind sie für die Messung der Ergebnisse der Aktivität und ggf. das Belohnen oder Verbessern verantwortlich. Außerdem sind sie dafür verantwortlich, den Prozess bzw. die Aktivität zu verändern und wann immer möglich zu verbessern.

Prozessmessungen oder Prozessausgabemessungen

Messungen über die Zielerreichung eines Prozesses oder einer Aktivität. Auf jeder Ebene liefern Prozesse Ausgaben und diese Ausgaben sollten gemessen werden, um sicherzustellen, dass der Prozess wie gewünscht funktioniert. In einem idealen Unternehmen werden die Unternehmensziele und Messungen mit Wertschöpfungsketten verknüpft und dann unterteilt, sodass Führungskräfte auf jeder Ebene Prozessergebnisse messen können, die mit den ultimativen Zielen und Maßnahmen des Unternehmens verbunden sind. Wenn die Koordination missachtet wird, können Aktivitäten oder Prozesse auf Weisen gemessen werden, die nicht zum Erfolg des Gesamtprozesses oder zum Unternehmenserfolg beitragen.

Prozessmodellierung

Die Erstellung einer Diagrammdarstellung der Ausführung eines spezifischen Prozesses.

Rules Engine

Eine BPM-Komponente, die den Informations- und Aktivitätsfluss innerhalb eines Prozesses anhand der zugewiesenen Formeln und Regeln verwaltet.

Rummler-Brache-Methodik

Geary Rummler und Alan Brache haben in ihrem Buch „Improving Performance: How to Manage the White Space in the Organization Chart“ von 1990 einen umfassenden Ansatz zur Organisation von Unternehmen anhand von Prozessen, dem Management und der Messung von Prozessen und der Neudefinition von Prozessen geprägt. Das ist wahrscheinlich der bekannteste systematische Ansatz zur Veränderung von Geschäftsprozessen und die in diesem Buch veröffentlichten Ideen hatten großen Einfluss auf andere, weniger umfassende Ansätze.

SaaS BPM

Geschäftsprozessmanagement-Software, die als SaaS-Modell angeboten wird. Weitere Einzelheiten finden Sie unter Software-as-a-Service (SaaS).

Scorecards

Funktionsübergreifende Analyseanwendungen, die eine Unternehmensstrategie anhand von Leistungskennzahlen (KPIs) definieren, messen und analysieren. Scorecards fassen KPIs zu übergeordneten Initiativen und Zielen zusammen. Jede KPI in einer Scorecard wird je nach ihren Auswirkungen auf das übergeordnete Ziel gewichtet. Die berühmteste Scorecard ist wahrscheinlich die „Balanced Scorecard“ von Kaplan und Norton, in der die Aktivitäten eines Unternehmens hinsichtlich Vision und Strategien gemessen werden und die Führungskräfte eine umfassende Übersicht der Unternehmensleistung erhalten.

SHOULD-Prozess

Auch TO-BE-Prozess. Eine Beschreibung oder ein Diagramm des Prozesses, den das Neugestaltungs-Team vorschlägt.

Isoliertes Denken („Silo-Denken“)

Diese Metapher leitet sich von den großen Getreidesilos ab, die man im Mittleren Westen der USA sieht. Der Begriff ist spottend gemeint und beschreibt jede Abteilung im Organigramm als Silo, das für sich allein steht und nicht mit den anderen Abteilungssilos zusammenarbeitet.

Simple Object Access Protocol (SOAP)

Ein Internetprotokoll, das genutzt wird, um XML-Dateien im Internet zu verschicken.

Simulation

Eine Technik, die ein Modell nutzt, um Prognosen zu einem System oder einem Prozess zu machen. Es gibt verschiedene Arten von Simulationen, einige formeller als andere. Prozesssimulations-Tools weisen normalerweise Aktivitäten Werte und dann einige Fälle zu, um zu prüfen, wie das Unternehmen reagiert. Die Simulation komplexer Prozesse zeigt oft Ergebnisse, mit denen die Entwickler nicht gerechnet haben.

SIPOC (Lieferant, Eingabe, Prozess, Ausgabe, Kunde)

Eine Abkürzung, die von Six Sigma Anwendern genutzt wird, um sich an die Struktur der übergeordneten Prozessübersicht zu erinnern.

Six Sigma

Eine Bewegung, eine Methode und eine Reihe von Techniken zur Verbesserung von Geschäftsprozessen. Orientiert sich für die Erfolgsmessung stark an statistischen Verfahren. Es gibt mehrere Six-Sigma-Methoden; einige davon sind für die Prozessverbesserung gedacht, andere sind auf das Design oder die Neugestaltung von Geschäftsprozessen ausgelegt. Die meisten Bücher zu Six Sigma widmen sich jedoch der inkrementellen Prozessverbesserung. Wird oft mit Mikel Harry und Motorola in Verbindung gebracht.

Software-Entwicklung

Eine Bewegung, Methoden und Techniken zur systematischeren Software-Entwicklung. Software-Methodiken wie die UML der OMG und Software-Tools, die Entwicklern bei der Modellierung von Anwendungsdesigns helfen und dann Code erzeugen, sind allesamt eng mit der Software-Entwicklung verbunden.

Softwareanforderungen

Eine mehr oder weniger formelle Angabe der Dinge, die eine Softwareanwendung können muss. Manchmal erarbeiten Unternehmensanalysten Anforderungen und übergeben diese an die Software-Entwickler. Es kann auch vorkommen, dass Software-Analysten die Geschäftsleute befragen, um die Anforderungen für eine Softwareanwendungs-Entwicklungsmaßnahmen zu bestimmen. Geschäftsleute definieren die Anforderungen stets weniger formell als nötig. Sie neigen dazu, die Anforderungen in Schriftform oder mit Prozessdiagrammen anzugeben. Software-Entwickler definieren Softwareanforderungen dagegen eher mit Anwendungsfalldiagrammen oder Klassendiagrammen, die für Unternehmensanalysten nicht so leicht verständlich sind. Softwareanforderungen sind eine wichtige Schnittstelle zwischen Führungskräften im Geschäft und IT-Abteilungen. Wenn bei der Übergabe nicht alles klar und präzise formuliert wird, wird das daraus entstehende System wahrscheinlich die Geschäftsleute enttäuschen, die es angefordert haben.

Software-as-a-Service (SaaS)

Ein Anbieter vergibt eine Anwendung unter Lizenz an Kunden als Service bei Bedarf, entweder über ein Abo oder ein nutzungsbasiertes Modell („Pay as you go“). SaaS wird auch als „Software on Demand“ bezeichnet.

Standardabweichung

Eine Standardabweichung links oder rechts vom Mittelwert in einer Standard-Glockenkurve macht 34,13 % der Varianz aus. Zwei Standardabweichungen, also eine links und eine rechts, stellen bereits 68,26 % der Varianz dar. Der griechische Buchstabe Sigma dient zur Darstellung einer Abweichung. Abweichungen in Praxissituationen werden durch das Sammeln von Daten und die anschließende Bestimmung dessen ermittelt, was von der tatsächlichen Abweichung für 68,26 % der Abweichungen verantwortlich ist etc.. Six-Sigma-Anwender verlassen sich auf Tabellen, um Zahlen in Abweichungen oder Sigmas umzuwandeln.

Standard- oder normale Glockenkurve

Ein statistisches Mittel zur Beschreibung von Varianzen von einem Mittelwert. Von Carl Friedrich Gauss entwickelt. Zeigt, dass die meisten Abweichungen gering ausfallen und extreme Abweichungen selten vorkommen. Six Sigma basiert auf Ideen, die von der Standardkurve abgeleitet wurden, doch die in Six-Sigma-Tabellen benutzte Kurve unterscheidet sich davon und wird durch eine sogenannte langfristige Prozessverschiebung definiert.

Teilprozesse

Die Prozessanalyse muss zwangsläufig auf Ebenen erfolgen. Ein übergeordnetes Prozessdiagramm zeigt wesentliche Prozesse. Jeder wesentliche Prozess ist für gewöhnlich in Teilprozesse aufgeteilt, die in separaten Prozessdiagrammen dargestellt werden. Diese Prozesse können dann wiederum in Teilprozesse aufgeteilt werden. Es gibt eine logische Grenze für die Häufigkeit der Aufteilung von Prozessen in Teilprozesse. Wir wiederholen die Vorgehensweise so oft, bis wir den Prozess so detailliert verstehen, dass wir ihn erfolgreich neu gestalten oder verbessern können. Die kleinsten Teilprozesse, die wir bei einer Analyse ausmachen können, nennen wir ganz eigenmächtig Aktivitäten.

Untergeordnete Geschäftsprozesse

Prozesse, die Kerngeschäftsprozesse unterstützen oder Produkte bzw. Dienstleistungen bereitstellen, die nicht zu den wichtigsten des Unternehmens gehören. In den meisten Unternehmen werden IT- und HR-Prozesse dementsprechend als nebengeordnet eingeteilt, da sie die Kerngeschäftsprozesse unterstützen.

Supersystemdiagramm

Ein Organisationsdiagramm, das das Unternehmen als Black Box darstellt und sich auf Elemente wie Lieferanten und Kunden konzentriert, die dem Unternehmen Eingaben und Ausgaben liefern. Normalerweise teilen wir externe Elemente in vier Gruppen ein: Lieferanten links, Kunden und Shareholder rechts, Behörden und Umweltfaktoren oben und Wettbewerber unten.

Lieferantenorientierte E-Business-Anwendungen

Eine generische Beschreibung von Geschäftsprozessen und Internetanwendungen, die das Internet nutzen, um Unternehmen die Vernetzung mit Geschäftspartnern oder Lieferanten zwecks Maßnahmenkoordination ermöglichen.

Supply Chain Council (SCC)

Internationales Konsortium von Unternehmen, die Interesse an der Verbesserung unternehmerischer Lieferketten haben. Das SCC bietet Konferenzen, Veröffentlichungen und Schulungsprogramme. Das Konsortium befürwortet zudem SCOR, eine systematische Prozessmethodik zur Entwicklung von Lieferkettensystemen.

Supply Chain Management (SCM)

Ein ambivalenter Begriff, der beliebig viele fertige oder maßgeschneiderte Anwendungen oder Tools bezeichnet, welche die Entwicklung oder Ausführung von Lieferkettensystemen oder die Verwaltung von aus Lieferketteninteraktionen gewonnen Informationen erleichtern sollen.

Swimlane

Eine Zeile in einem Geschäftsprozessdiagramm. Eine Möglichkeit zur Darstellung der Verantwortlichen für einen Prozess oder eine Aktivität. Swimlanes werden auf der linken Seite des Prozessdiagramms benannt. In den meisten Fällen werden Swimlanes Abteilungen, Gruppen innerhalb von Abteilungen, Personen oder Anwendungen, Anwendungssystemen oder Datenbanken zugewiesen. In Ausnahmefällen können Swimlanes sogar Regionen darstellen. Prozesse, Teilprozesse oder Aktivitäten, die in eine bestimmte Swimlane fallen, liegen im Verantwortungsbereich der links im Prozessdiagramm genannten Stelle. (Einige Workflow-Tools stellen Swimlanes als senkrechte Spalten dar, also praktisch um 90 Grad gedrehte Prozessdiagramme. Die Unterscheidung zwischen waagerechten und senkrechten Swimlanes ist beliebig.)

Synchroner Prozess

Bei einem synchronen Prozess sendet eine Aktivität eine Nachricht an eine andere und wartet vor dem Fortfahren auf eine Antwort. Ein Anruf bei jemandem ist ein synchroner Prozess – er geht erst weiter, wenn die andere Person reden bzw. den Anruf annehmen möchte. Mit einer Nachricht auf dem Anrufbeantworter wird daraus ein asynchroner Prozess. Sie hinterlassen eine Nachricht und setzen Ihre Arbeit fort. Die andere Person meldet sich, sobald sie Ihre Nachricht erhalten hat.

Three Levels of Organization (Performance Framework)

Eine Idee von Rummler und Brache. Geht davon aus, dass es drei Grundebenen der Geschäftsprozessanalyse gibt: die Organisationsebene, die Prozessebene und die Aktivitäts- oder Leistungsebene (in „Improving Performance“ hieß das noch „Job-Ebene“). Das Performance Framework wird manchmal als Matrix dargestellt und zeigt die 3 Ebenen auf der y-Achse sowie die Perspektiven oder Sichtweisen auf der x-Achse: Ziele und Maßnahmen, Design und Implementierung sowie Management. Eine praktische Methode zur Klassifizierung der Punkte, die ein umfassender Geschäftsprozessansatz umfassen sollte.

Total Quality Management (TQM)

Eine Bewegung, eine Branchendisziplin und eine Reihe von Techniken zur Verbesserung der Prozessqualität. TQM fokussiert sich auf stetige Messungen und statistische Verfahren, um die Verbesserung und anschließend die Wahrung der Ausgabequalität von Prozessen zu unterstützen. Wird oft mit Edwards Deming in Verbindung gebracht.

Transaktions- oder Produktions-Workflow-Systeme

Eine Art von Workflow-System, die Dokumente oder Informationen nach einem Workflow-Modell von einem Terminal in ein anderes verschiebt. Vergleich mit Ad-hoc- und Administrations-Workflow-Systemen.

Umstellung auf einen neuen Prozess

Der Umstellungszeitraum beginnt nach der Schulung der Führungskräfte und Mitarbeiter für den neuen Prozess, wenn alle mit der eigentlichen Nutzung beginnen. Eine erfolgreiche Umstellung hängt von der Unterstützung der Führungsetage sowie von Mess- und Anreizsystemen ab, die gewährleisten, dass lokale Führungskräfte die Implementierung des neuen Prozesses verfolgen können.

Unified Modeling Language (UML)

Eine internationale Standardnotation für die Modellierung von Softwaresystemen. Die UML-Spezifikation unterstützt verschiedene Arten von Diagrammen, darunter das Aktivitätsdiagramm, mit dem Geschäftsprozesse und Workflow-Diagramme modelliert werden. UML wurde von der OMG entwickelt und wird auch von dieser gepflegt.

Universal Description, Discovery and Integration (UDDI)

Ein Webprotokoll basierend auf der WSDL-Sprache, mit sich der Websysteme gegenseitig finden und festellen können, welches Format Nachrichten an andere Systeme haben müssen.

Anwendungsfalldiagramm

Eine Art von UML-Diagramm. Wird oft von Software-Entwicklern genutzt, um die Softwareanforderungen für ein System zu definieren. Anwendungsfalldiagramme konzentrieren sich auf Szenarien, welche die Nutzung der Anwendung durch die Benutzer beschreiben.

Wertschöpfungskette

Ein sehr groß angelegter Geschäftsprozess, der durch eine Kundenanfrage oder durch eine Entscheidung des Unternehmens zum Eintritt in einen neuen Geschäftsbereich ausgelöst wird und zur Bereitstellung eines Prozesses oder einer Dienstleistung für einen Kunden führt. Eine Wertschöpfungskette umfasst alles, was zur Ausgabe beiträgt. Durch das Addieren aller Kosten der Aktivitäten in einer Wertschöpfungskette und das Subtrahieren dieser vom Verkaufspreis kann ein Unternehmen die Gewinnmarge der Wertschöpfungskette feststellen. Die meisten Unternehmen haben 3 bis 15 Wertschöpfungsketten. Viele Führungskräfte verknüpfen Wertschöpfungsketten mit der Beschreibung aus Michal Porters Beschreibung in „Competitive Advantage“ (1985).

Webservices

Ein ambivalenter Begriff für dezentrale oder virtuelle Anwendungen bzw. Prozesse, die das Internet nutzen, um Aktivitäten oder Softwarekomponenten zu verknüpfen. Ein Beispiel für eine Webservice-Anwendung ist eine Tourismus-Website, die eine Reservierung von einem Kunden entgegennimmt und anschließend über das Web eine Nachricht an eine Hotelanwendung schickt, um auf freie Zimmer zu prüfen, zu buchen und dem Kunden die Reservierung zu bestätigen.

Web Services Flow Language (WSFL)

Frühe IBM XML-Geschäftsprozesssprache. Siehe BPEL4WS.

Arbeitsportal

Eine BPM-Plattformkomponente, die Benutzern einen produktiven Arbeitsbereich zur Verwaltung von Aufgaben, Inhalten, Formularen, Dokumenten, Benachrichtigungen und Erinnerungen bereitstellt.

Workflow

Generischer Begriff für einen Prozess oder die Bewegung von Informationen bzw. Material von einer Aktivität (Arbeitsort) zu einer anderen.

Workflow-Modell

Ein weiterer Name für ein Prozessdiagramm. Umfasst oft sowohl ein Diagramm als auch Regeln, die den Fluss der Informationen von einer Aktivität zur nächsten definieren. Wenn das Modell zusammen mit einem Workflow-System oder einer Workflow-Engine benutzt wird, entsteht ein Software-basiertes Prozessdiagramm, das zum Programm für ein Workflow-System wird und Informationen von einer Datenbank durch Computerterminals schleust.

Workflow-Referenzmodell

Ein Modell, das von der Workflow Management Coalition erarbeitet wurde, um ein Workflow-Managementsystem zu definieren und die wichtigsten Systemschnittstellen festzulegen. Weitere WfMC-Standards berufen sich auf dieses Modell.

Workflow-System bzw. -Engine

Ein Softwaretool oder -programm, dass Analysten beim Definieren eines Prozesses und der Regeln zu Prozessentscheidungen unterstützt und anschließend die Verteilung der Informationen mit Bezug auf spezifische Instanzen oder Fälle an Terminals und Datenbanken regelt.

XML (eXtended Markup Language)

Ein Internetprotokoll, das von der W3C definiert wurde. Ein Dateiformat, das sowohl Daten als auch Regeln zur Interpretation der Daten enthält. Mit Hilfe von XML können XML-Sprachen gestaltet werden – praktisch Begriffe, die Unternehmen einvernehmlich auf bestimmte Weise nutzen, um den Datenaustausch zu vereinfachen. Inzwischen die beliebteste Methode zur Datenübertragung zwischen Anwendungen und Unternehmen im Internet.

XML-Geschäftsprozesssprache

Eine Computersprache, in der Geschäftsprozesse und ihre Beziehungen beschrieben werden können. Diese Sprachen nutzen XML zum Nachrichtenaustausch.

XML-basierte Prozessdefinitionssprache (XPDL)

Die Workflow Management Coalition (WfMC) hat diese Standardsprache erarbeitet, um zu beschreiben, wie Workflow-Tools Informationen zu Geschäftsprozessen untereinander über das Internet austauschen können.

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